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Die Entwicklung der Löweneckschule in den 90er Jahren
Bis 1992 war die Löweneckschule eine Grund- und Teilhauptschule I, d.h. sie reichte vom ersten bis zum sechsten Schuljahr. Danach wechselten die Schüler der
siebten bis neunten Klasse in die Kapellenschule. An der Löweneckschule stammten über 40 % der Schüler aus nicht-deutschen Familien. Türkische, jugoslawische und italienische Schüler bildeten dabei die Mehrheit. Da manche Schulanfänger nur bruchstückhaft oder auch gar nicht Deutsch konnten, gab es bis zur sechsten Klasse so genannte Modelloder zweisprachige Klassen, in denen auch türkische bzw. italienische Lehrer in der Muttersprache der Schüler unterrichteten. Ursprüngliches Ziel dieser Einrichtung war das Nichtvergessen der heimatlichen Kultur und Sprache des Herkunftslandes und zugleich die intensive Förderung der Schüler in der deutschen Sprache. Dieser Modellversuch wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus durchgeführt. Im Laufe der Jahre drangen aber die Eltern von sich aus immer mehr darauf, ihre Kinder in rein deutsche Klassen einzuschulen, weil sie sich auf Dauer für ihre Kinder in der späteren Berufs- und Arbeitswelt so größere Vorteile versprachen. Um die Schüler speziell in der zweiten Tageshälfte ihres Alltags von der Straße abzuhalten, war das Bestreben, an der Schule einen Hort einzurichten. Aufgenommen wurden dabei an erster Stelle Schüler mit alleinerziehenden Eltern und Schüler, deren beide Eltern berufstätig waren. Ausgebildete Erzieherinnen, die von der Stadt Augsburg angestellt wurden, standen den Hortschülern nicht nur bei ihren Hausaufgaben mit Rat und Tat zur Seite, sondern hielten auch Kontakt mit den jeweiligen Klassenlehrern. 

Außerdem leiteten sie die Hortkinder gezielt zu sinnvoller Freizeitgestaltung an. Für die Verköstigung am Mittag sorgte die Stadt Augsburg. Soweit die finanziellen Mittel es erlaubten, konnten die Schüler auch in den Ferien diesen Hort besuchen. Das Bewusstsein unserer Schüler und Schülerinnen für den Schutz unserer Umwelt zu entwickeln und zu stärken, war das Anliegen der Umwelttage der Löweneck-Volksschule im Juli 1990. Im Schuljahr 1992/93 erfuhr die Löweneck-Volksschule eine erhebliche Umstrukturierung, indem sie durch die Weiterführung der Klassen bis zum Abschluss des neunten Schuljahrs zur Vollschule aufgestockt wurde. Dies bedeutete eine zusätzliche Raumnot, aber auch einen Gewinn u.a. durch das Verbleiben der Schüler an der gleichen Schule und durch die Erweiterung und Bereicherung des Lehrkörpers. Vier Klassen wurden in die so genannte „Hintersperger Schule“ ausgelagert. Dieses Gebäude war zwar noch von der Stammschule aus in fünf Minuten zu erreichen, aber als ältestes Schulgebäude Augsburgs wirkte es in seinem Äußeren fast schon einsturzgefährdet, so dass es auf Drängen der Eltern bald aufgegeben wurde. Unvergessen bleiben aber wohl die engen Kontakte von Schülern und Lehrern in der Art, wie sie früher auf dem Lande an kleinen Schulen gang und gäbe waren. In diesen Jahren wurde auch der Pausenhof der Löweneck- und Martinsschule erheblich umgestaltet. Ursprünglich stand auf dem Schulgelände noch ein schäbiges, schon halb verfallenes, größeres Wohnhaus, in dem eine kinderreiche Familie untergebracht war. Es kostete die Schulleitung und die Stadtverwaltung viel Mühe und Zeitaufwand, das Haus frei zu bekommen, bis es abgetragen werden konnte. Auch Zaun und Hecke mussten beseitigt werden, um eine durchgehende Fläche bis hin zur Äußeren Uferstrasse zu schaffen. Auf Vorschlag der Schüler wurden um die Kastanienbäume herum Beeteinfassungen sowie Sitzbänke angebracht und Allwetter-Tischtennisplatten aufgestellt. Auch auf dem Schulsportgelände an der Wolfgangstraße kam es zu bleibenden Veränderungen. 
So wurden Laufbahnen erneuert und ergänzt, neue Spielfelder angelegt und es wurde den Jugendlichen dieses Stadtteils erlaubt, sich dort abends zu Spiel und Sport sowie allgemein zur Unterhaltung unter sich zu treffen. Für die entsprechende Aufsicht sorgte das Stadtjugendamt. Rückblickend konnten die vielen Probleme bei der Weiterentwicklung der Schule immer wieder durch das Zusammenstehen aller Beteiligten gelöst werden. Besonderer Dank gilt dabei heute noch der recht aktiven und konstruktiven Mitarbeit der Elternschaft, sowie der tatkräftigen Unterstützung von Seiten des Schulamts und der Stadtverwaltung und insbesondere dem solidarischen Zusammenhalt innerhalb des Lehrerkollegiums.
Rektor i. R. Johann Mayr
Das Bewusstsein unserer Schüler und Schülerinnen für den Schutz unserer Umwelt zu entwickeln und zu stärken, war das Anliegen der Umwelttage der Löweneck - Volksschule im Juli 1990.





Für das Fach Informatik wurde ein eigener Raum mit Computern ausgestattet.
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