PIT - Prävention im Team

In diesem Projekt der Klasse 7a ging es um das Thema: „Gewalt“. Unser Lehrer, Herr Junker, stellte uns Anfang Dezember dieses Projekt vor, bei dem auch Herr Kratzer von der Polizeistation V und unsere Sozialpädagogin Frau Wilhelm- Claus mit eingebunden waren. Unser Lehrer erklärte uns, dass Täter und Opfer von Schulgewalt eines gemeinsam haben: es fehlt an „Sozialer Kompetenz“. Sowohl den Schlägern, besonders aber den Geschlagenen, fällt es meist schwer, sich in ihre Mitschüler einzufühlen und vor ihnen auch persönliche Dinge preiszugeben.
Ziele des Projektes:
• Wahrnehmung von Situationen, Auslösern, eigenen Gefühlen und Gefühlen des Anderen
• Kennenlernen, Ausprobieren und situationsbezogenes Anwenden vieler Handlungsmöglichkeiten.
• Überdenken der Handlungskonsequenzen, Sich einfühlen in die Rolle des Anderen
• Durchführung kooperativer Konfliktlösungen
• Stärkung der sozialen Kompetenz der Schüler, ihres Wertbewusstseins sowie ihrer Verantwortung für gefährdete Mitschüler.
• Verbesserung des sozialen Klimas in der Klasse
• Wissensvermittlung zu den Folgen jugendtypischer Kriminalität
• Abbau von Berührungsängsten und Vorurteilen gegenüber Polizeibeamten
Ablauf des Projektes:
In der 1. Einheit wurde ein Soziogramm unserer Klasse von unserem Klassenlehrer angefertigt, bei dem Gruppenstruktur, das soziale Klima, die Rangfolge einzelner Schüler im Klassenverband erfasst wurden. Die 2. Einheit war die Durchführung des „dreibeinigen Hockers“. Hier ging es um die Stärkung unseres Selbstwertgefühls. Wenn ich meine Fähigkeiten (die jeder Löweneckschüler hat!) richtig einsetze, erhalte ich Anerkennung
und kann als letztes Bein auch Verantwortung übernehmen. Die 3. Einheit lautete „Du und Ich“. Hier ging es um das bessere Kennenlernen für jeden Schüler. In der 4. Einheit mussten wir Schüler Situationen auf Karten einschätzen, ob es sich um eine Gewaltsituation handelt oder nicht. Dabei war uns nicht bewusst, dass folgende Situationen Gewalt sind:
- Ein Schüler bezeichnet einen Mitschüler als „Schwuli“
- Ein Lehrer gibt einer Schülerin eine Probe mit einer schlechten Note zurück. Er sagt dabei: „Mach weiter so!“
Bei der nächsten Einheit besuchte uns Herr Kratzer zum Thema: „Gewalt im Alltag der Polizei“.
Als Diskussionshintergrund zeigte er uns zwei Kurzfilme aus der Reihe „Abseits ?!“ Hier wurde uns Wissen zu den Folgen jugendtypischer Kriminalität vermittelt. In der 6. Einheit lernten wir vielfältige Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen kennen. Wir diskutierten dabei mit unserem Klassenlehrer die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, die in Rollenspielen von Schülern dargestellt wurden, durch. Die sieben Möglichkeiten reichten von: übertrieben reagieren bis Gespräche führen. Wir erkannten, dass es für Konfliktsituationen keine „Patentlösung“ gibt, sondern wir lernen müssen, für die Situation die richtige Reaktion parat zu haben. Bei der 7. Einheit ging es um Folgendes: Durch Gespräche, Rollenspiele und andere Aktionen sollten wir Schüler ein größeres Repertoire an Wahrnehmung, an Handlungsmöglichkeiten und Formen der Konfliktlösung erfahren. Bei der 8. Einheit führte Herr Kratzer ein Selbstbehauptungstraining (getrennt Buben undMädchen) durch. Dieses Training schulte so manche/manchen Schülerin/Schüler in Konfliktsituationen richtig zu reagieren. In der vorletzten Einheit „Ich find dich toll“ ging es um Lob als positive Interaktion. Den Abschluss bildeten die Auswertung des Projektes im Sitzkreis und das Anfertigen eines zweiten Soziogrammes. Uns, der Klasse 7a, hat das Projekt sehr viel neue Erfahrungen gebracht. Wir möchten uns deshalb bei folgenden Personen – Herrn Kratzer und Frau Wilhelm- Claus – bedanken, dass sie sich für uns die Zeit genommen haben und unseren Klassenlehrer bei diesen Einheiten unterstützt haben.
Martin Junker

Die beiden Klassensprecher Sevgi und Arberita verabschieden sich von Herrn Kratzer
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