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Grußworte
Stadt Augsburg, Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert

Geburtstage sind für alle eine Gelegenheit zu feiern und sich zu freuen, aber auch um innezuhalten und über Vergangenes nachzudenken. Wir freuen uns ganz besonders, dass gerade die Löweneck- Volksschule in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann. Für den Stadtteil Oberhausen war diese Schule - und sie ist es bis heute - stets ein zentraler Mittelpunkt für schulisches Leben. Die Bedeutung dieser Schule für den Stadtteil Oberhausen, die gerade durch die Bombenangriffe des 2. Weltkrieges stark beschädigt wurde, wird auch stets unbestritten bleiben. Der Umfang des Versorgungsgebietes und die Tatsache, dass im Schulgebäude der Löweneck-Volksschule . übrigens bereits seit 1992 . Förderklassen untergebracht sind, die 1973 zu einem eigenständigen Förderzentrum Martinschule ausgebaut wurden, haben dazu geführt, dass die räumlichen Kapazitäten inzwischen erschöpft sind. Trotz der Raumnot war jedoch die Löweneck-Volksschule über viele Jahre beispielgebend für die Verbundenheit und die pädagogische Nähe von Volksund Förderschule. Mit dem seit Jahren bestehenden Hort an der Schule sowie der Nachmittagsbetreuung auf dem, inzwischen neu gestalteten Pausenhof, wurde darüber hinaus sehr erfolgreich fortschrittliches Lehren und Lernen umgesetzt.
Dr. Paul Wengert
Bildungs- und Schulreferent, Sieghard Schramm

Ein Meilenstein für den Stadtteil Oberhausen ist nun, dass es gelungen ist, mit der geplanten - und finanziell abgesicherten - Baumaßnahme der neuen Drei-Auen-Schule im Norden des Stadtteils eine Neuordnung zu finden, die es ermöglichen wird, für die Schülerinnen und Schüler im Stadtteil Oberhausen zu hervorragenden Bedingungen schulische Bildung zu gewährleisten. Wir beglückwünschen Lehrer wie Schüler der Löweneck-Volksschule ganz herzlich zum Jubiläum ihrer Schule und danken der Schulleitung und den Lehrkräften für ihre engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren. Unser ganz besonderer Dank gilt auch dem Vorgänger von Herrn Zimmermann, Herrn Degen, der die Schule in ganz hervorragender Weise geleitet hat und leider viel zu früh von uns gegangen ist. Wir sind überzeugt, dass Sie alle im Interesse der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil auch weiterhin mit Schwung und positiver Einstellung die Herausforderungen der Zukunft meistern werden.
Sieghard Schramm
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Schulamtsdirektor, Gerhard Nickmann

Mit Freude und Stolz. hat die Schulgemeinschaft der Löweneck-Volksschule zur Feier ihres 100-jährigen Schuljubiläums eingeladen. Wohl niemand kann übersehen, in welch beeindruckender pädagogischer Kontinuität und Aktualität sich das Leben in dieser Grund- und Hauptschule zum Beginn eines neuen Jahrhunderts darstellt. Die vielfältigen und aus dem Winkel des Alltags einmal herausgetretenen erziehlichen und unterrichtlichen Leistungen des Lehrerkollegiums spiegeln sich in einem breiten Spektrum beachtlicher Schülerleistungen wider. Schüler, Lehrer und Eltern haben allen Grund, dies nicht zu verstecken - gerade zu einer Zeit, in der internationale Studien eher mit Negativmeldungen über erfolglose Unterrichts- und Erziehungsarbeit öffentlich Aufmerksamkeit erregen und Reformbedarf auf allen Ebenen der Bildungsarbeit anmelden. In einem langen Zeitraum der Erfahrung und der Begleitung dieser Grund- und Hauptschule darf ich feststellen, dass das Lehrerkollegium stets wachsam, abwägend und lernbereit Neues gewagt hat und bereits über Generationen hinweg dieser Schule wegweisende Prägung und ein unverwechselbares Profil verliehen hat.
Mit Teamgeist und konstruktiver, innovativer Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und zahlreichen inner- und außerschulischen Partnern konnten in den letzten Jahren im Rahmen der Entwicklung von Schulqualität beispielgebende soziale Aktivitäten, eine länder- übergreifende, offene Schulpartnerschaft und ein .Hort an der Schule. aufgebaut und die Erfahrungen mit besonderen pädagogischen Konzepten stabilisiert werden. Gerne möchte ich in einer schwierigen Zeit pädagogischer Arbeit jeder Lehrerin und jedem Lehrer persönlich Dank sagen für alle oftmals still getragenen Lasten der Berufsarbeit, für Geduld und aufrichtende Worte, die jedem einzelnen Schüler gelten. Ich bin überzeugt: Niemals ist auch die kleinste Mühe um einen jungen Menschen .nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Ich wünsche der Schulgemeinschaft der Löweneck-Volksschule weiterhin eine gute Zukunft.
 Gerhard Nickmann, Schulamtsdirektor Â
Schulleiter, Ulrich Zimmermann

Die Löweneckschule feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Für mich war dies gleich zu Beginn meiner Tätigkeit als Schulleiter die willkommene Gelegenheit mich intensiv mit der Geschichte unserer Schule zu beschäftigen. Welch einen Bogen umspannt der Zeitraum von der Grundsteinlegung im November 1904 bis heute - zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Voller Schaffenskraft, Energie und Optimismus gingen die Verantwortlichen der Stadt um 1900 auf die Herausforderungen des 20. Jahrhunderts zu. Die Augsburger Schullandschaft geriet mächtig in Bewegung. Stetig zunehmende Schülerzahlen und das stark wachsende politische Bewusstsein für die Bedeutung der Bildung in der modernen Gesellschaft machten große Investitionen im Bereich der Schulen notwendig. In diesem Geiste prägte der Namensgeber unserer Schule, der Stadtschulrat Dr. Maximilian Löweneck, das Augsburger Schulwesen insgesamt und im Besonderendie Geschichte der Löweneckschule. Seine Pläne zur Reform von Schule und Unterricht, geprägt vor allem von seiner Freundschaft mit Georg Kerschensteiner, seinem Kollegen als Stadtschulrat in München, setzte er an unserer Schule um. Das pädagogische Konzept der Arbeitsschule mit den Prinzipien der Selbsttätigkeit und des schöpferischen Gestaltens als wesentlichen Merkmalen in einem Rhythmus zwischen Denken und Handeln passten damals wie heute ideal in die Volksschule.
Der Gedanke der .Gemeinschaftsschule war ihm ein großes Anliegen. Das Gemeinschaftsleben konnte sich nach Dr. Löwenecks Verständnis nur aus einer Gemeinschaft der Lehrenden, Schüler und Eltern aufbauen. Ein gegenseitiger Austausch von Meinungen und Erfahrungen bei Besprechungen und Beratungstagen, auf Elternabenden und Schulfesten der Schulgemeinde sollte dies ermöglichen. Die .Erziehung zur Handlungsfähigkeit. sollte im Modell der Knabenhandarbeitsschule den Schwerpunkt auf die praktische Ausbildung legen. Werkunterricht wurde sowohl als Unterrichtsprinzip als auch als Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung gesehen. Wie modern erscheinen uns diese Denkansätze vor dem Hintergrund der aktuellen Bildungsdiskussion! Heute werden wachsende Schul- und Sozialängste unserer Schüler und Schülerinnen durch die sich verändernden familiären und gesellschaftlichen Entwicklungen wie den Lehrstellenmangel verschärft. Vor diesem Hintergrund ist der Handlungsbedarf offensichtlich. Der entscheidende Faktor für ein erfolgreiches Konzept ist, ganz im Sinne Dr. Löwenecks, dass alle am Erziehungsprozess Beteiligten zusammenarbeiten.
Möge auch in den nächsten Jahren so viel Innovation von der Löweneck-Volksschule ausgehen wie dies in den letzten 100 Jahren der Fall war.
Mein besonderer Dank gilt der Stadt Augsburg dafür, dass sie stets die Herausforderung annimmt, die es bedeutet, eine Schulanlage von der Größe der Löweneck-Volksschule zu unterhalten und zu pflegen.
Ulrich Zimmermann, Schulleiter
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